Manesse kündigt zum hundertsten Todestag eine Neuübersetzung von Mark Twains The Tragedy of Pudd’nhead Wilson (1894) an: Knallkopf Wilson. Roman. Aus dem Amerikanischen von Reinhild Böhnke. Mit einem Nachwort von Manfred Pfister. (Verlagsanzeige.)
Das ist erfreulich — und ich will nicht rechten, auch wenn ich zuerst einmal über die Titelformulierung gestolpert bin, nämlich die Substitution von feucht-weich durch trocken-laut. Aber das ist halt eine logische Fortsetzung der Karriere von Pudd’nhead Wilson, der im Deutschen schon als Quer- und Wirrkopf und als Spinner auftreten mußte (DNB).
Und als “Krimiautor” hätte sich Mark Twain wohl schon deshalb nicht bezeichnet, weil er darin ein Übermaß an deutscher Ordnung vermutet hätte. Doch was soll’s: Wer mehr über seinen Text wissen und ihn im Original lesen will, der sei auf die spezielle Pudd’nhead-Wilson-Site der University of Virginia verwiesen.
Daß der Roman schon 1916 in der Regie von Frank Reicher für den Film adaptiert wurde, das habe ich bis heute auch noch nicht gewußt (IMDB).

Keith J. Hayward and Mike Presdee, eds.: Framing Crime: Cultural Criminology and the Image. New York: Routledge-Cavendish, 2010. Aus der 

Kriminalliteratur und Psychoanalyse (Rezension)
Margit Breuss bespricht Alexander N. Howe: It Didn’t Mean Anything. A Psychoanalytic Reading of American Detective Fiction. Jefferson NC, London: McFarland & Company 2008. IASL online, ‘Kriminalität und Medien‘.
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