Monatliches Archiv: Februar 2006

Bankraub und Serienmord

“Im Kriminalroman kommt der Banküberfall deswegen nur selten vor. Der Krimi braucht eine Leiche – mindestens. Der Überfall steht deswegen zumeist am Anfang der Geschichte; Mord und Totschlag sind dann die Folge.” Der Hinweis auf das ‘Bankraub-Dossier‘ auf FAZ.Net stammt von Vabanque. Dito der auf eine Bankraub-Site bei Planet-Wissen, von wo man sich zu den [...]

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Kriminalität, Kriminalistik, Kriminalroman (Commodity)

Jörg von Uthmann: Killer, Krimis, Kommissare. Kleine Kulturgeschichte des Mordes. (beck’sche reihe 1695) München: Beck 2006. “In Georg Büchners ‘Woyzeck’ (1836) wird nicht das uneheliche Kind ermordet, sondern die ungetreue Geliebte. Büchner stützte sich auf einen noch nicht lange zurückliegenden Fall: Am 2. Juni 1821 erstach der Perückenmacher Johann Christian Woyzeck aus Eifersucht seine Geliebte, [...]

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“Die Stoltenkamps

und ihre [Söhne]”.

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“Verbrechen oder Wahnsinn?”

“Vor den Richtern der dritten Strafkammer des Berliner Landgerichts I steht ein zwölfjähriges Schulmädchen, für sein Alter körperlich gut entwickelt, ziemlich groß und schlank, von keineswegs ungewöhnlicher Gesichtsbildung, nicht hübsch, aber auch nicht häßlich.” Die Prozeßreportage “Verbrechen oder Wahnsinn?”, die Paul Lindau 1888 veröffentlichte, steht als pdf-Datei in einer vorläufigen Digitalisierung zum Download zur Verfügung. [...]

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Andreas Bichel, der Mädchenschlächter (II)

Bichel hat schon für Jack the Ripper eine Rolle gespielt, wie man einem Leserbrief in der Pall Mall Gazette entnehmen kann: “Feuerbach, the German criminalist, has written a remarkable study of this case in its psychological aspects.”

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Andreas Bichel, der Mädchenschlächter

von Paul Johann Anselm Feuerbach (1775-1833) steht  als pdf-Datei zum Download bereit. In Richard Krafft-Ebings Psychopathia sexualis (EA: Stuttgart 1886) erscheint Bichel als Lustmörder und hat über diese Station Eingang in die neuere Diskussion gefunden. Die Fassung von Willibald Alexis findet sich im 4. Band des Neuen Pitaval (1843, neben Pfarrer Riembauer und Magister Tinius). [...]

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Crime Mapping

“Christine Leist jagt Serientäter per Computer. Aus den Ergebnissen der Spurensicherung konstruiert sie auf digitalen Stadtplänen eine Topographie des Verbrechens” berichtet Sabine Böhne im Spiegel (25. Feb. 2006). Mit dem Jagdglück scheint’s freilich noch zu hapern: “Es ist dunkel geworden, Christine Leist macht sich mit der U-Bahn auf den Heimweg. Früher, in München, ist sie [...]

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“Kulturgeschichte des Mordes”

Der Rechtsphilosoph Gerd Roellecke bespricht in der FAZ vom 25. Feb. 2006 Jörg von Uthmann: Killer, Krimis, Kommissare”. Kleine Kulturgeschichte des Mordes. Verlag C.H. Beck, München 2006. 293 S., 31 Abb., br., 12,90 Euro. “wie ein Kenner Wein differenzierter genießen kann als ein Kneipenschlozer, so hat auch ein Kenner der Kriminalliteratur mehr von Mordgeschichten als [...]

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Roman vs. Kriminalroman

Seit Tagen suche ich nach Bestätigung und Erklärung meiner Privatbeobachtung, daß Texte der Kriminalliteratur (mit allen Sub-Genres) immer häufiger mit der schlichten Gattungsbezeichnung ‘Roman’ erscheinen (ohne daß dies bei Buchhändlern, Rezensenten und Lesern zu Verwirrungen führt). Für Hinweise (entweder über die Kommentarfunktion oder über das Impressum) wäre ich herzlich dankbar (wenn überhaupt jemand guckt).

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Expertise

“eventuelle Häufungen an TV-Mörderinnen” vergleicht Frau Christiane Hautau in der TAZ vom 25.2.2006 mit der “Wirklichkeit” der Kriminalstatistik und resümiert: “Dennoch werden bis heute weibliche Killer in den Medien wesentlich mehr beachtet als ihre männlichen Pendants.”

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