wenn sie in der FRonline sagt:
"Das Verbrechen, die Katastrophe hat doch die Leute immer interessiert, seit es Literatur gibt. Darüber zu lesen, aber natürlich in einem geschützten Raum. Ich glaube, dass dieses Genre in Kriegszeiten nicht beliebt ist. Wenn es draußen unsicher ist, liest man lieber Märchen."
Im Reichspropagandaministerium wußte man’s besser, nämlich daß von den Soldaten vor allem leichte Bücher — wie Kriminalromane, die Romane Karl Mays und sonstige Abenteuer-Geschichten, Liebesromane u. ä. — bevorzugt wurden — und empfahl, Frontsendungen zu 95% mit solcher Literatur auszustatten (zit. nach Barbian 1995, S. 720).
Also wurden bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs just Kriminalromane in hohen Auflagen produziert, zensiert, ausgeliefert und gelesen.
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