Monatliches Archiv: Mai 2006

David Markson

bei Amazon werden noch einige Exemplare der beiden Kriminalromane von David Markson (in deutscher Übersetzung) angeboten: Nachruf auf einen toten Beatnik (dt. 1962) und Nachruf auf einen toten Tramp (dt. 1963).

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Disziplinierung und Repräsentation

Den Verbrecherbildern (? Ikonen, Mythen, Mythoiden), die in den populären Medien konstruiert, vermittelt und am Leben erhalten werden, werden pädagogische, disziplinierende Funktionen zugeschrieben. Sie sind schon im Spiel der Kinder, das wiederum ein ‘Ausgrenzungsspiel’ ist, präsent. Kurz geschlossen: Hinterm schwarzen Mann steckt Haarmann, und Haarmann signifiziert auch No-Go-Areas. (Die Feststellung ist nicht originell: Judith Walkowitz [...]

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Literatur und Verbrechen, 2006

The university police at Gainesville’s University of Florida have targeted a graduate student in the English program over his publication of a piece of horror fiction on his LiveJournal. The police have repeatedly visited the student and demanded that he submit his fingerprints and DNA to them so that they can compare the fictional murder [...]

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Doppelplot

Silvia Kaffke: Totenstill. Hillesheim: KBV 2005. Kaffkes Roman basiert auf einer Plotkonstruktion, in der zwei Zweierbeziehungen nahezu gleichrangig nebeneinanderlaufen und sich erst beim Showdown überkreuzen. Man kann dies der verbreiteten Tendenz zur melodramatischen Aufblähung von Kriminalromanen zuschreiben, verstellt sich dann aber den Blick auf den speziellen Fall, in dem die Plotkonstruktion den Leser dazu auffordert, [...]

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Polizeiroman

“Traum. Die Polizei nimmt alle Uhren von den Türmen herab und konfisziert alle Uhren, weil die Zeit konfisziert werden soll. Die Polizei bedenkt aber nicht, daß sie selbst nur in der Zeit existiert” (E. T. A Hoffmann).

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Erich Wulffen: Kriminalpsychologie 1926

Kriminalpsychologie. Psychologie des Täters. Ein Handbuch für Juristen, Justiz-, Verwaltungs- und Polizeibeamte, Ärzte, Pädagogen und Gebildete aller Stände. von Dr. Erich Wulffen Ministerialdirektor und Vorstand der Abteilung für Strafsachen, Gnaden- und Gefängniswesen im sächsischen Justizministerium. Berlin: Dr. P. Langenscheidt 1926 (Auszug: Drittes Buch: Angewandte Kriminalpsychologie, Kap. 20: Genie und Verbrechen, S. 258-264.) “Alle drei – [...]

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Der Sonnenwirt. Hermann Kurz.

“Ein heidnischer Staat [...] betrachtet den Verbrecher als einen der Rache verfallenen Feind, den er einfach ausrottet, sei es, daß er ihn dem Henker oder der Privatvollstreckung der Beleidigten übergibt. Man mag dies roh nennen, doch ist es wenigstens konsequent. Der christliche Staat aber macht seinen Verbrecher zum Gegenstande eines Versöhnungsverfahrens, er läßt ihn nach [...]

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Literatur und Verbrechen, 1943

Hermann Morel: Die Schwarzen Perlen der Stuart. Roman um ein Halsband – eine schöne Frau – und eine Kurzgeschichte. Kempen-Niederrhein: Thomas-Verlag 1943. “Merkwürdig, wie die Phantasie eines Unbeteiligten Kriminalfälle konstruierte, sozusagen aus der Luft griff und in allen Einzelheiten schilderte. / Als alter Polizist verstand man sich auch auf Kombination und so etwas. Man war [...]

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Serienmord als Kunstproduktion

Hommage an Wulffen? “Die Spuren an den Jungenleichen sprachen jedoch eine andere Sprache: Sie waren nach allen Regeln der Kunst sexuell misshandelt worden.” “Schmidtmann war ein begnadeter Gärtner gewesen, mit dem richtigen Blick für die Gestaltung und die Perspektiven. Es hatte hier strenge Rosenbeete gegeben, Kräuter- und Duft-Karrees und kleine Flecken, die an Bauerngärten erinnerten [...]

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Erich Wulffen, 1862-1936

Erich Wulffen hat eine Laufbahn als Richter, Abgeordneter und Ministerialbeamter absolviert und daneben eine geradezu atemberaubende Publikationstätigkeit entfaltet. Als Auszug aus der Festschrift zu Wulffens siebzigstem Geburtstag steht jetzt der Artikel “Erich Wulffen” von Oberstudienrat Prof. Dingeldey (Dresden-Radebeul) als PDF-Datei zum Download zur Verfügung. Der Artikel charakterisiert nicht nur die rechtspolitischen und kriminalpsychologischen Arbeiten Wulffens, [...]

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