Monatliches Archiv: April 2007

Polizei, Rundfunk und Volksgemeinschaft

Ludwig Kapeller: Das Fräulein aus der Bar. Kriminalroman. Ullstein-Bücher. Berlin: Ullstein 1937. “Der vorliegende Roman stammt aus dem Jahre 1930, schildert also die Zustände im Rundfunk, als er noch von privaten Sende-Gesellschaften betrieben wurde.” Dafür begrüßen und verabschieden sich die Beamten in der Abteilung, die Polizeirat Dr. Donath im Berliner Polizeipräsidium leitet, mit “Spürheil” (was [...]

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David Markson

stellt seinen neuen Roman The Last Novel vor: am 27. April 2007, 18-20 Uhr. Hier. “In recent novels, which have been called “hypnotic,” “stunning,” and “exhilarating,” David Markson has created his own personal genre. In this new work, The Last Novel, an elderly author (referred to only as “Novelist”) announces that since this will be [...]

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Hefe, Marseille

“Die Laufbahn hatte er in Marseille als Polizist begonnen; am Alten Hafen hatte er sich die kriminalistischen Sporen verdient. Dort hatte er die profunde Kenntnis erworben von allem, was die Hefe betrifft” (deutscher Polizeiroman, 1985). Der ‘Alte Hafen von Marseille’ ist ein locus classicus der Phantasiekriminalität und hat mit der ‘wirklichen Kriminalität’ so viel oder [...]

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Rezension

Greta Olson bespricht Patrick Hanafin / Adam Gearey / Joseph Brooker (Hg.): Law and Literature. (Journal of Law and Society 31.1) Oxford: Blackwell 2004, und Michael J. Meyer (Hg.): Literature and Law. (Rodopi Perspectives on Modern Literature 30) Amsterdam, New York, NY: Editions Rodopi 2004. IASL online, ‘Kriminalität und Medien‘.

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“Rettet das Mittagessen”

‘bester Münchner Blog‘, sagt die SZ. D’accord.

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True Crime/Pitavalgeschichte

“Andrea Maria Schenkels Blick in die Seelen der Opfer und des Mörders ist gekonnt, ihr 1 zu 1 Abzug in den Milieuschilderung so genau, daß Verfremdung der handelnden Personen vorgenommen werden müssen, damit sich nicht die Nachbarn der Autorin porträtiert sehen.” (Auszeichnungsbegründung 2007, wörtlich.)

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1991

American Psycho von Bret Easton Ellis und The Minus Man von Lew McCreary: Die Titel könnten problemlos die Pole wechseln. Stimmt schon: Zwei Ich-Erzähler, deren ‘Zuverlässigkeit’ höchst fragwürdig ist. Für beide gilt: “sprechen, um nicht zu sterben, ist wahrscheinlich eine Beschäftigung, die so alt ist wie das Wort” (Foucault). Und beide wären wahrscheinlich ohne Lou [...]

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Rezension

Susann Rowland bespricht Carla T. Kungl: Creating the Fictional Female Detective. The Sleuth Heroines of British Women Writers, 1890-1940. London: McFarland & Company 2006. IASL online, ‘Kriminalität und Medien‘.

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Klasse!

Harry Mathews: My Life in CIA. A Chronicle of 1973. Normal, London: Dalkey Archive Press 2005. Die Lesehaltung für Mathews findet man bei Roland Barthes: “Wenn ich mit Lust einen Satz, eine Geschichte oder ein Wort lese, so sind sie in Lust geschrieben worden” (dt. 1974 aus Le Plaisir du Texte, 1973). Vgl. dazu Harry [...]

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Amour Fou

Man braucht nicht den Umweg über Hinterkaifeck zu nehmen, wenn man in Tannöd Bekannte treffen will. Die Figuren und die Konflikte des Romans kann man sich in den Dorfgeschichten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zusammensuchen (schon der Blick in Droste-Hülshoffs Judenbuche ist in dieser Hinsicht ganz belehrend). Das spricht nicht gegen den Roman, erklärt [...]

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