Davon handelt der Vortrag, den Steffen Martus im Rahmen der Kieler Ringvorlesung “Klassiker des 21. Jahrhunderts” zu Susanne Fröhlichs “Moppel-Ich” gehalten hat. Das hat mit Kriminalliteratur insofern zu tun, als im Zentrum des Vortrags die Unterscheidung von Fiktionalität und Faktizität steht. Mit dem Verschwinden dieser Unterscheidung, mit der Unwilligkeit oder Unfähigkeit, sie im Literaturbetrieb noch anzuerkennen, verarmt die Literatur. (Im Portal der Ringvorlesung kann man zwischen verschiedenen Ansichten wählen.)
Um die Grenzen zwischen den öffentlichen und den privaten Räumen (aber im Grunde auch um die Durchbrechung von Genregrenzen) geht es in Martin Mongins Artikel “Dieses Subjekt wird bewacht” (in der Januar-Ausgabe von Le Monde diplomatique).
Und weil ich grad dabei bin: über das ‘ausschließlich mediale Phänomen Jack the Ripper’ gibt es zwei neue Aufsätze, die ebenso lesenswert wie hier einschlägig sind:
Hania Siebenpfeiffer: Re-Writing Jack the Ripper. Zur Semiotik des Lustmords in Frank Wedekinds Monstretragödie (1894) und Gustav Pabsts Die Büchse der Pandora (1929) .
Stefan Höltgen: Im Anfang war die Tat. Jack the Ripper im frühen Film.
Beide in Lustmord: Medialisierungen eines kulturellen Phantasmas um 1900. Hg. von Susanne Komfort-Hein und Susanne Scholz. Königstein/Ts.: Helmer 2007.
Alles hängt halt mit allem zusammen.
Verwandte Artikel:
Ein Trackback
[...] Linder schreibt in seinem Blog NuT “Mit dem Verschwinden dieser Unterscheidung [von Fiktionalität und Faktizität, BK], mit [...]