
Von Otto Soykas Roman Das Glück der Edith Hilge und dem mit dem Vorabdruck verbundenen Preisausschreiben war hier schon mehrfach die Rede (z. B. hier und hier). Inzwischen sind uns (Dank an CMO) weitere Exemplare der Zeit im Bild aus den Jahren 1913 und 1914 zugänglich geworden, so daß über den Fortgang des Preisauschreibens und mindestens über den Hauptpreisträger berichtet werden kann:


Was die Namen der Preisrichter angeht, beschränke ich mich, wo’s geht,1 auf die Wikipedia-Einträge: Der Jurist Josef Kohler war, nach den Brüdern Grimm, einer der nachdrücklichen Wegbereiter in der Tradition der deutschen Law-and-Literature-Bewegung; bei Dr. Karl Konstantin Löwenstein handelt es sich vermutlich um einen Münchner Rechtsanwalt. H. Gudden ist vermutlich Hans Gudden, der seit den Jahren nach 1890 einer der leitenden Psychiater der Münchner Universität und ein Sohn des mit Ludwig II umgekommenen Bernhard von Gudden war. Über Philipp Allfeld (1852-1940), prominenter Strafjurist an der Universität Erlangen, kann man sich in den einschlägigen biographischen Datenbanken und Lexika informieren, ebenso über Reinhard Frank (1860-1934), der Strafrechtler an der Universität Tübingen und z. B. einer der Herausgeber des Pitaval der Gegenwart. Almanach interessanter Straffälle (8 Bde., Leipzig: Hirschfeld, 1903 ff.) war. Hans Ludwig Held war der erste hauptamtliche Bibliothekar der LH München und damit einer der Begründer der heutigen Stadtbibliothek; Georg Hirschfeld war Schriftsteller in München — und über Max Halbe und Heinricht Mann brauche ich den gebildeten Lesern dieser Notizen eh nichts zu sagen.
Um die Leser bei Laune und bei Spannung zu halten, berichtete Zeit im Bild über die zahlreichen Einsendungen (Klick auf die Vorschau).
Und schließlich konnten das Resultat und die Lösung des Hauptpreisträgers kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs verkündet werden (der vollständige Text kann als PDF-Datei eingesehen werden):
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- – meist geht es nicht. [↩]
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