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	<title>Kommentare zu: &#8220;Kultursemiotiker&#8221;</title>
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	<description>Verbrechen -- Justiz -- Medien</description>
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		<title>Von: Die Diskussion um Amstetten dessen Deutung geht weiter &#171; krimi.krimi</title>
		<link>http://web23.cletus.kundenserver42.de/2008/05/24/kultursemiotiker/#comment-6009</link>
		<dc:creator>Die Diskussion um Amstetten dessen Deutung geht weiter &#171; krimi.krimi</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 May 2008 04:49:06 +0000</pubDate>
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		<description>[...] →Joachim Linder (bezieht sich auf W&#246;rtche) [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] →Joachim Linder (bezieht sich auf W&#246;rtche) [...]</p>
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		<title>Von: admin</title>
		<link>http://web23.cletus.kundenserver42.de/2008/05/24/kultursemiotiker/#comment-6005</link>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 May 2008 14:46:17 +0000</pubDate>
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		<description>ne, ne, lieber dpr, da haben wir unterschiedliche Perspektiven: der Medienrummel mit all den Experten ist deppenhaft, aber auch W&#246;rtche kann ihn nur kritisieren, so lange er aktuell ist. Ich kritisiere bei W&#246;rtche die Vorstellung des &#039;kontingenten Extremereignisses&#039;, das er der (auch retrospektiven) kulturellen Deutung entzogen wissen will. Da steckt, wenn ich mir das nochmals &#252;berlege, ein systematischer Irrtum: Ereignisse (und Verbrechen zumal) sind stets nur in der retrospektiven Deutung zu identifizieren bzw. zu unterscheiden, und auch nur dann, wenn sie einen medialen Ort gefunden haben. Und dann ist der ganze Pallawatsch da, ob W&#246;rtche ihn vermieden wissen will oder nicht. Sinnzuweisungen kann man analysieren, meinetwegen auch kritisieren, aber man kann sie nicht abweisen. &#039;Unsinn&#039; ist eben auch Sinn und nicht Nicht-Sinn. 

Beste Gr&#252;&#223;e.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ne, ne, lieber dpr, da haben wir unterschiedliche Perspektiven: der Medienrummel mit all den Experten ist deppenhaft, aber auch W&#246;rtche kann ihn nur kritisieren, so lange er aktuell ist. Ich kritisiere bei W&#246;rtche die Vorstellung des &#8216;kontingenten Extremereignisses&#8217;, das er der (auch retrospektiven) kulturellen Deutung entzogen wissen will. Da steckt, wenn ich mir das nochmals &#252;berlege, ein systematischer Irrtum: Ereignisse (und Verbrechen zumal) sind stets nur in der retrospektiven Deutung zu identifizieren bzw. zu unterscheiden, und auch nur dann, wenn sie einen medialen Ort gefunden haben. Und dann ist der ganze Pallawatsch da, ob W&#246;rtche ihn vermieden wissen will oder nicht. Sinnzuweisungen kann man analysieren, meinetwegen auch kritisieren, aber man kann sie nicht abweisen. &#8216;Unsinn&#8217; ist eben auch Sinn und nicht Nicht-Sinn. </p>
<p>Beste Gr&#252;&#223;e.</p>
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		<title>Von: dpr</title>
		<link>http://web23.cletus.kundenserver42.de/2008/05/24/kultursemiotiker/#comment-6004</link>
		<dc:creator>dpr</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 May 2008 08:51:47 +0000</pubDate>
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		<description>Nur ein ganz kurzer Einwand, mein Lieber (mehr vielleicht sp&#228;ter, wenn der Alligator wieder im T&#252;mpel ist): Dass wir nun mal alle und allezeit in Deutungs- und mithin Sinnbergwerken schuften: bon. Das ist so. Was TW nun ausf&#252;hrt, ist ja keine Negierung dieses Sinnmachens beim Ubiquit&#228;ren, aber eine Ablehnung dieser unsinnigen kulturellen Verkn&#252;pfungen, wie sie momentan stattfinden. Hier werden wahre Deutungsevents veranstaltet, ein Kenner &#246;sterreichischer Literatur erinnert sich an Stifters Keller und packt gleich den Fritzl-Kasus hinein, Herr Freud muss, weil halt auch &#214;sterreicher, erkl&#228;ren, was es mit Kellern und Psyche auf sich hat, so wie deutsche Ministerpr&#228;sidenten Tiefk&#252;hltruhen in Beziehung zum &#252;berwundenen Sozialismus setzen. Von den Unzahlen berufener Psychiater / Psychologen ganz zu schweigen, die per Ferndiagnose auch mal ins Fernsehen kommen wollen. Dass man den Fritzl-Fall sehr wohl deuten kann und deuten wird, mag abseits des Aktuellen in ein paar Jahren oder Jahrzehnten klar werden, wenn sich z.B. ein kompetenter Autor der Geschichte annimmt und seine Lehren zieht, sei es fiktiv oder fiktional. Nur werden das die meisten gar nicht mitbekommen, weil Deutung hier eben immer auch &quot;literarisch verarbeiten&quot; hei&#223;t. So wie der gute Jean Paul in seinem &quot;Wuz&quot; viele, viele Abgr&#252;ndigkeiten des 18. Jahrhunderts verarbeitet hat, ohne eine Sinnhuberparty draus zu machen. Aber, oh, andere Baustelle...

bye
dpr</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nur ein ganz kurzer Einwand, mein Lieber (mehr vielleicht sp&#228;ter, wenn der Alligator wieder im T&#252;mpel ist): Dass wir nun mal alle und allezeit in Deutungs- und mithin Sinnbergwerken schuften: bon. Das ist so. Was TW nun ausf&#252;hrt, ist ja keine Negierung dieses Sinnmachens beim Ubiquit&#228;ren, aber eine Ablehnung dieser unsinnigen kulturellen Verkn&#252;pfungen, wie sie momentan stattfinden. Hier werden wahre Deutungsevents veranstaltet, ein Kenner &#246;sterreichischer Literatur erinnert sich an Stifters Keller und packt gleich den Fritzl-Kasus hinein, Herr Freud muss, weil halt auch &#214;sterreicher, erkl&#228;ren, was es mit Kellern und Psyche auf sich hat, so wie deutsche Ministerpr&#228;sidenten Tiefk&#252;hltruhen in Beziehung zum &#252;berwundenen Sozialismus setzen. Von den Unzahlen berufener Psychiater / Psychologen ganz zu schweigen, die per Ferndiagnose auch mal ins Fernsehen kommen wollen. Dass man den Fritzl-Fall sehr wohl deuten kann und deuten wird, mag abseits des Aktuellen in ein paar Jahren oder Jahrzehnten klar werden, wenn sich z.B. ein kompetenter Autor der Geschichte annimmt und seine Lehren zieht, sei es fiktiv oder fiktional. Nur werden das die meisten gar nicht mitbekommen, weil Deutung hier eben immer auch &#8220;literarisch verarbeiten&#8221; hei&#223;t. So wie der gute Jean Paul in seinem &#8220;Wuz&#8221; viele, viele Abgr&#252;ndigkeiten des 18. Jahrhunderts verarbeitet hat, ohne eine Sinnhuberparty draus zu machen. Aber, oh, andere Baustelle&#8230;</p>
<p>bye<br />
dpr</p>
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