Rex Miller: Slob/Fettsack (1987)

Erst mal Dank an die etablierte Krimi-Kritik: ich kannte den Roman bisher nicht und das spricht eindeutig gegen mich. Wenn meine schnelle Durchsicht nicht täuscht, sind auch die Amerikaner nicht aufmerksamer gewesen — mindestens habe ich bei Seltzer, Simpson, Schmid und Tithecott nichts gefunden.

Dabei war serienkillermäßig in den Jahren nach 1990 alles schon gelaufen (Thompsons Lou Ford war übrigens schon 1952 nicht mehr als Lustmörder tätig). Populärwissenschaftlich fängt die Diskussion spätestens in den sechziger Jahren an (z. B. Reinhardt 1962, Masters and Lea 1963, Brussel 1968, Brittain 1970) und führt dann in den True-Crime-Hype um Gacy, Bundy, Dahmer und zur Selbstbeweihräucherung von Ressler, Douglas und all den anderen. Das wichtige Hearing im Senat fand 1983 (unter Beteiligung von True-Crime-Autoren) statt. Aber eigentlich ist der Serienkiller wohl doch eine Filmfigur, die ihre heutige Ausprägung zwischen Fleischers The Boston Strangler (1968, nach dem Text von Gerold Frank) und Hitchcocks Frenzy (1972, nach dem Buch von Arthur La Bern) gefunden hat. Aber da wissen wiederum Juhnke (2001) und Höltgen (im Ersch.) weitaus besser Bescheid.

So gesehen: Der Serienkiller als Indiz dafür, daß die Kriminalliteratur spätestens im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts ihre Funktion als ‘Leitmedium’ im Hinblick auf Verbrechensrepräsentation an den Film abgeben muß (aber auch da gibt es einen Vorlauf). Und der Film rettet sich alsbald in die Selbstreflexion, weil er vom TV abgelöst wird.

Nur, damit ich das Thema nicht vergesse.

Und hier ist das Vorbild. (Wenn’s sonst schon keiner sagt.)

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  1. [...] ein Seriekillerthriller, so denkt man anfänglich, nichts was man noch wirklich braucht, alles scheint doch gesagt und doch schaffen es die beiden Autorinnen eine interessante Geschichte daraus zu machen. Ohne den [...]

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