FLORIAN NÄHRER, 32, Künstler, Theologe, Lehrer für Bildnerische Erziehung, hat ein Porträt von Herrn F. angefertigt, das man beispielsweise im Blick bewundern kann: “Das Inzest-Monster als Popart-Ikone? Der Künstler und Theologe Florian Nährer provoziert”.1 Er selbst, sagt Herr Nährer, möchte das F.-Bild nicht im Wohnzimmer hängen haben, denn: “Man kann sich auch nicht ‘Judith und Holofernes’ von Caravaggio ins Wohnzimmer hängen, denn die Enthauptung ist zu grausam dargestellt” (TAZ). Da scheint mir, wenn ich sein F-Porträt mit dem Bild von Caravaggio (oder auch dem von Gentileschi) vergleiche, bei Herrn Nährer manches durcheinander zu gehen.
- Übrigens hat Marshall McLuhan den Fall F. schon im Januar 1951 abschließend kommentiert, und zwar mit Bezug auf Thomas von Aquin: “Der Inzest als die Aufwallung des bedrohten Patriarchen”, Brief an Ezra Pound, zit. nach Schreibheft 69 (2007), S. 124. [↩]
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