“Die Selbstherrlichkeit des Krimi-Kommissars würden wir selbst auch nicht tolerieren, wenn sie sich gegen uns als Tatverdächtige richtete (heimliches Wühlen in meinen Schubladen, durch Tricks erschlichene Geständnisse, Brüllereien). Darf der deutsche Krimi der Rechtsstaatlichkeit so fremd bleiben? Darf er immer wieder das Recht beugen, um einen Täter zu überführen? Wie soll man den Regionalkrimi jemals ernst nehmen, wenn er Lokalkolorit mit Laienkriminalistik und Lynchjustiz mischt?”
Wer wäre ich, daß Frau Lehmann auf meine Zustimmung angewiesen wäre? Aber Sie wird mir gestatten, daß ich diesen Satz aus Ihrem Essay im Titel-Magazin heftig nickend zitiere und (zur Abwechslung) mit Hinweisen auf ein Vortragsvideo von RA Udo Vetter garniere. (Freilich: “The Blue Religion” ist nicht auf den deutschen Regionalkrimi zu beschränken.)
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