N. N. “beschreibt minutiös sein brutales Leben. Seine Mutter hasst er: ‘Sie hat mich allein groß gezogen, aber Liebe bekam ich nie von ihr. Sie prügelte mich, trat mich, bis ich am Boden lag und blutete. Ich fühlte mich dabei so erniedrigt und schwach.’ [N. N.] weiter: ‘Meine Mama ist Magd gewesen, musste viel arbeiten, ich habe von ihr nie ein Bussi bekommen, und nie eine Umarmung – obwohl ich mich so bemühte, dass sie gut zu mir ist. Das einzige, was sie mit mir tat, war, in die Kirche zu gehen.’ / Jahre später rächt sich [N. N.] bitter an seiner eigenen Mutter – wie er erzählt: [N. N.] kerkert seine Mutter in einem Zimmer im Obergeschoss des Hauses ein; das Fenster ihres Raumes mauert er zu, damit sie kein Tageslicht mehr sehen kann. 1980 stirbt sie” (Österreich, 29.10.2008).
Dann ist ja alles klar: die Abwesenheit des ödipalen Vaters läßt die beiden Doppelserien (die der Einkerkerungen und die des erhofften und des vollzogenen Mißbrauchs) entstehen, und gleichzeitig bezeichnet sie die Stelle, an der das ‘Verbrechen’ entsorgt und dem Stoffwechsel der ‘populären Kultur’ wieder zugeführt wird.
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