Kriminologie und Criminale (1989)

Monika Schmolke. Plädoyer für den Neuen deutschen Kriminalroman. Ein geschriebener Text. In:  Kriminologisches Journal 21 (1989), S. 292–302.

Frau Schmolke hat sich 1989 auf der Criminale in Berlin umgesehen und an der wissenschaftlichen Begleittagung teilgenommen. In ihrem Text berichtet sie darüber, daß zwischen Krimi-Autoren, Rezensenten, Literaturwissenschaftlern und der ‘kritischen’ Kriminologie kein rechtes Gespräch zustande kommen wollte,  obwohl doch alle Beteiligten mit den symbolischen Repräsentationen von Verbrechen, Gewalt und Macht befaßt seien. Sie zeigt sich überrascht davon, daß diejenigen, die “sich [in Kriminalromanen] massenhaft explizit mit der schriftlichen Herstellung von Kriminalität” beschäftigen, einer naiven Kriminalontologie anhängen (meine Zuspitzung) und auf der Tagung vor allem nützliche Tipps von Polizeibeamten über die ‘Wirklichkeit von Kriminalität und der Polizeiarbeit’ erwarteten. Ihr Plädoyer für den Neuen deutschen Kriminalroman mußte Schmolke gleichsam hinter dem Rücken der Krimi-Experten halten.

Von den Klassikern lernen? Jedenfalls ist Schmolkes Text es wert, noch einmal gelesen zu werden.

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