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“Adolar, der Weiberverächter”
Novelle (in 2 Bdn.) von Emerentius Scävola. Berlin und Güstrow: Opitz 1833.
Der Karlsruher Virtuelle Katalog hat nur zwei Nachweise (Göttingen und Schwerin), aber Willibald Alexis hat den Text in den Blättern für literarische Unterhaltung am 13.2.1834 programmatisch besprochen.1 Im Goedeke wird das Pseudonym des Autors aufgelöst: Julius August Leopold Friedrich von (der) Heyden (1786-1867), den man ohne weiteres zu den vielbesprochenen kriminalistischen Autoren seiner Zeit rechnen kann:
Als Schriftsteller trat v. d. H. zunächst mit Gedichten und Liedern hervor,2 später schrieb er unter dem Pseud. Emerentius Scävola, das er wegen der schweren Verletzung seines Armes wählte, Novellen und umfangreiche Romane. Er wandte sich darin mit Vorliebe den düstersten Seiten des menschlichen Lebens zu und zog sich damit die Gegnerschaft Wolfgang Menzels zu, der ihn ein „Schwein, welches sich mit einem Battisttuch die Tränen abtrocknet”, titulierte. Zu seinen Lebzeiten ist es v. d. H. gelungen, seine Identität mit dem Schriftsteller Emerentius Scävola abzuleugnen oder wenigstens zu verschleiern.
Selbständige Publikationen u.a.:
Genossen der Mitternacht. Novellen. 2 Thle. Berlin: Schlesinger 1832; Cameraobscura-Bilder. Novellen. Th. 1. [Mehr nicht erschienen.] Berlin: Schlesinger 1832; Die Erbsünde. Novelle. Th. 1. 2. Berlin u. Königsberg i. d. Neum.: Vereins-Buchh. 1834; Learosa, die Männerfeindin. Ein Roman. Th. 1—3. Leipzig: Brockhaus 1835; Die Kreolin und der Neger. Galerie romantischer Bildwerke. Galerie 1. 2. [= Bd 1—6.] Frankfurt a. M.: Sauerländer 1836.
Bei Google ist einiges digitalisiert, aber man muß u. U. seine deutsche Herkunft verschleiern.
- Blättern oder nach “Adolar” suchen. [↩]
- im WBIS wird er als ‘Liederdichter’ und ‘Poet’ geführt. [↩]
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