Die Mimesis von Literatur in “Sieben”. Von Matthias Bickenbach. In Caligari.
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6 Comments
Ich hätte den Film ja fast in meine Dissertation aufgenommen, wenn die 90er nicht so überrepräsentiert gewesen wären. Die Suche nach Sekundärliteratur hatte ich jedenfalls schon begonnen und dabei – falls es interessiert – noch folgendes Kleinod ausgegraben:
Tambling, J.: ‘We are Seven’: Dante and the Serial Killer. In: Paragraph, Vol 22, Pt. 3, 1999, S. 293-309.
Der Beitrag geht in eine ähnliche Richtung. Wie übrigens auch die Arbeiten von Arno Meteling – dass der Caligari-Autor gerade Meteling nicht erwähnt, wirkt daher schon fast eigenartig.
Der Artikel ist aus dem Jahre 1998 – das erklärt wahrscheinlich, warum der Autor Meteling nicht berücksicht hatte…
Dank für die Hinweise! Ich war heute in aller Herrgottsfrühe mit Wilhelm (‘Die schöne Müllerin’) Müller beschäftigt und hatte nach kurzem Überlegen keine Lust, den Jg. 44 der WB zu suchen: aber jetzt ist alles gut! Und vielleicht noch einen Zusatz: Wenn ich § 38 UrhG richtig im Kopf habe, dann können Beiträge aus Zeitschriften und Sammelbänden, für die der Autor keinen speziellen Vertrag unterschrieben und — wie üblich — auch kein Honorar erhalten hat, schon nach einem Jahr ins Netz gestellt (u. ä.) werden. Ich geb’ dafür aber keine Gewähr (s. o.).
Grüße in die Runde!
@Jörg: Mein Fauxpas. Hatte ich nicht gesehen – sorry.
Der Fall ist zwar längst geklärt, aber da es sich um einen guten Freund handelt, noch einmal eine Richtigstellung: Der Beitrag von Bickenbach erwähnt Arno Meteling nicht nur nicht, weil er im Jahr 1998 zum zweitenmal veröffentlicht wurde (Erstveröffentlichung 1995/1996 in einem mittlerweile stillgestellten Internetjahrbuch namens “Verstärker”), sondern auch weil Arno Meteling diesem Artikel einige Thesen und vielleicht sogar die Idee zu dem Kapitel in seiner Dissertation verdankt. Meteling zitiert Bickenbach natürlich auch. Die Originalität und Ehre für die Verbindung zwischen “Seven”, Bibliothek und Leseforschung gebührt daher ganz alleine Bickenbach, der diesen Zusammenhang meines Wissens als Erster aufgedeckt hat. Seit dem haben einige in diese Richtung geschrieben, “Seven” ist ein beliebter Film bei Kulturwissenschaftlern geworden und natürlich ist die Analyse des Films in einigen Büchern viel ausführlicher und daher auch noch genauer als hier in diesem kurzen Essay. Aber Bickenbach hat die Spur gelegt und ist 15 Jahre später immer noch frisch und lesbar.
Lieber Herr Maye, nur zu Ihrem letzten Satz: genau deshalb habe ich hier den Link gesetzt. (Und weil ich den Bickenbach-Artikel im Zusammenhang mit Linder/Ort 1999 mit Gewinn gelesen habe.)
Beste Grüße
Joachim Linder