Moritz Goldstein, 1880-1977

Irmtraud Ubbens: Sein Kampf für Recht, Freiheit und Anstand war notorisch. Moritz Goldstein – „Inquit“.  Journalist und Gerichtsberichterstatter an der Berliner „Vossischen Zeitung“ von 1918 bis 1933. Bremen: Ed. Lumière 2009. Aus der Verlagsanzeige (mit Inhaltsverzeichnis): “Nach dem Tode seines Freundes und Kollegen Paul Schlesinger (Sling), wurde Goldstein dessen Nachfolger als Gerichtsreporter (1928-1933). In eher sachlichen Beiträgen berichtete er über größere und große Prozesse, die sich oft über Tage und Wochen hinzogen. Hier werden die gesellschaftlichen Konflikte der Zeit in Sexualität, Kunst, Berufskriminalität, Politik und Wirtschaft sichtbar”.

“Was man werden soll, nämlich aus dem Gemüt der Jungfrau, die sich einen Romanhelden zusammenträumt, das ändert sich nach der Mode. Früher mußte man Ingenieur werden, dann Kunsthistoriker, dann Nationalökonom, dann Kampfflieger, und heutzutage Psychoanalytiker. Nun lese ich, nicht ohne Wichtigkeit vorgetragen, man soll Gerichtskritiker werden. Meinethalben”. Aus: Moritz Goldstein: “George Grosz freigesprochen”: Gerichtsreportagen aus der Weimarer Republik. Hg. von Manfred Voigts und Till Schicketanz. Hamburg: Philo 2005.

Personalbibliographie der DNB, s. auch den Eintrag zu Goldstein im Literaturportal Westfalen; einzelne Digitalisierungen (z. B. zur Kunstwartdebatte) im ZVDD.

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