… auf Anfrage:
Der, wie auch immer von Lombroso abgeleitete, Verbrechermensch hat grosso modo sein Refugium im Serienkillerdiskurs (bzw. in dessen Medien) gefunden, und selbst da ist er vor der KL-typischen Täter-Opfer-Verschiebung nicht sicher (als eines der schönsten Beispiele aus dem Pulp-Noir-Bereich empfehle ich Rex Millers “Slob” von 1989). Sieht man aber im Verbrechermenschen den nicht hintergehbaren Ursprung für Gewalt und Verbrechen, dann hätten dessen Funktionen in der zeitgenössischen (populären) Literatur Gesellschaft und/oder Institutionen (Finanzmarkt, Global Players, Kirchen … was auch immer) übernommen — im Sinne von funktionaler Äquivalenz. Das wiederum hätte einen Anschlußpunkt zu den Neurowissenschaften, die, wenn ich recht sehe, einige Schwierigkeiten mit der ‘Emergenz des Sozialen’ haben (oder mindestens haben müßten).
Hmm … Des Teufels spekulative Küche.
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