Singelnstein, Tobias: Diskurs und Kriminalität. Außergesetzliche Anwendungsregeln als diskursive Praktiken im Wechselverhältnis zwischen Kriminalisierungsdiskursen und Strafrechtsanwendung. (Schriften zur Rechtstheorie 246) Berlin: Duncker & Humblot 2009. Aus der Verlagsanzeige (mit Inhaltsverzeichnis und Leseprobe): “Diesen Ansatz verbindet er mit der sozialwissenschaftlichen Diskursanalyse im Anschluss an Foucault. Danach können gesellschaftliche Wissensbestände als interpretativer Rahmen von Kriminalisierungsprozessen verstanden werden. Mit diesem Modell analysiert Singelnstein, wie gesellschaftliche Vorstellungen über Kriminalität die Rechtsanwendung prägen und welchen Einfluss diese Praxis wiederum auf gesellschaftliche Vorstellungen hat. Er erklärt so, wie inhaltliche Grundlagen für die Zuschreibung im Kriminalisierungsprozess gebildet werden und wie sie über die herausgearbeiteten Anwendungsregeln in die Rechtsanwendung gelangen. Von diesen Befunden ausgehend widmet er sich sodann dem Aspekt der Macht, die der Rechtsanwendung im Kriminalisierungsprozess angesichts dessen innewohnt. Hierfür zieht er den Ansatz der Gouvernementalität heran”.
Spannend (nur müßte man mir jetzt erklären, warum der Band in München lediglich im Präsenzbestand der Uni-Juristen verfügbar ist, aber da gleich zwei Mal — das hebt die Hoffnung, daß wenigstens ein Exemplar eingesehen werden kann).
Und weil ich grad dabei bin:
Danziger, Christine: Die Medialisierung des Strafprozesses. Eine Untersuchung zum Verhältnis von Medien und Strafprozess. Berlin: Berliner Wissenschafts-Verlag 2009. Verlagsanzeige.
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