Am Marienplatz muß ich von der S- in die U-Bahn umsteigen, um zur Staatsbibliothek zu kommen. Neulich ist es mir wieder passiert, daß ich erst am Rosenheimer Platz vom Buch aufsah. Die sonst zuverlässige automatische Stationenzählung hatte ausgesetzt und die Ohren waren gegenüber den Stationsansagen taub geblieben. Bei Heinrich Hannovers Reden vor Gericht. Plädoyers in Text und Ton (Köln: PapyRossa 2010, inkl. Audio-CD) war das nicht unbedingt zu erwarten, aber jetzt kann der Umweg als Empfehlung dienen. Man darf freilich keine ‘schönen’ Texte erwarten, schon gar nicht die schwiemelige Literarizität und die simulierte Authentiziät, die Schirachs “Stories” (Verbrechen, 2009, Schuld, 2010) zum Erfolg geführt haben.
Ich hab’ jetzt weder Lust noch Zeit, meine Empfehlung für das Buch Hannovers (dem schon einige vergleichbare vorausgegangen sind) zu begründen. (Hier gibt’s ohnehin keine Rezensionen.) Heinrich Hannover hat aber eine Website : “Eigentlich wollte er ja Förster werden”.
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