auf der Suche nach dem Bösen

Terry Eagleton: On Evil, 2010/11. Aus der Verlagsanzeige:  “In this witty, accessible study, the prominent Marxist thinker Terry Eagleton launches a surprising defense of the reality of evil, drawing on literary, theological, and psychoanalytic sources to suggest that evil, no mere medieval artifact, is a real phenomenon with palpable force in our contemporary world. / In a book that ranges from St. Augustine to alcoholism, Thomas Aquinas to Thomas Mann, Shakespeare to the Holocaust, Eagleton investigates the frightful plight of those doomed souls who apparently destroy for no reason.  In the process, he poses a set of intriguing questions.  Is evil really a kind of nothingness?  Why should it appear so glamorous and seductive?  Why does goodness seem so boring?  Is it really possible for human beings to delight in destruction for no reason at all?” (Die Übersetzung ins Deutsche und zahlreiche Rezensionen sind  unterwegs und werden hier nicht verlinkt.)

Nancy Billias (ed.): Promoting and Producing Evil. (At the interface/probing the boundaries, vol. 63) Amsterdam ; New York: Rodopi 2010. Aus der Verlagsanzeige: “The eighth gathering of Global Perspectives on Evil and Human Wickedness, which took place in Salzburg in March 2007, provided a look at evil past, present, and future, from a broad spectrum of disciplinary perspectives. Papers were presented on the Holocaust, genocide, violence, sadism, pædophilia, physical, verbal, and visual weapons of mass destruction, and on the effects of a variety of media on our apperception of and responses to evil. One of the overarching themes that emerged was the ethical role of the observer or witness to evil, the sense that all of our writings are, in an echo of Thomas Merton’s salient phrase, the conjectures of guilty bystanders”.

Und: Google-Preview.

(ohne Abb.): Thomas Ballhausen: Bewegungen des Schreckens: Anthropophagie zwischen Metamorphose und Metastase.  (Wiener Beiträge zur Komparatistik und Romanistik, vol. 15) Frankfurt am Main: Lang 2010. Aus der Verlagsanzeige: “In der Untersuchung wird anhand ausgewählter literarischer und filmischer Beispiele die Entwicklungs- und Erfolgsgeschichte der Begriffe ‘Barbar’ und ‘Kannibale’ untersucht. Dabei werden nicht nur Fragen der Wissens-, Literatur- und Filmgeschichte greifbar, sondern auch die Kontexte der jeweiligen Metaphernhistorie verdeutlicht. Die vorgestellten und analysierten Visualisierungsstrategien des Horriblen spiegeln und stehen für unsere gefräßigen Augen, für die Unersättlichkeit des Blicks und die möglichen Konsequenzen”.

Eugen Sorg: Die Lust am Bösen. Warum Gewalt nicht heilbar ist . München: Nagel & Kimche (Hanser) 2011. Aus der Verlagsanzeige (inkl. Leseprobe und Broder): “Was ist das für eine Gesellschaft, in der Menschen ihre Nachbarn nach Jahrzehnten friedlichen Zusammenlebens bestialisch foltern und töten? Schüler, die Passanten auf U-Bahnsteigen zu Tode treten? Pflegerinnen, die wehrlose Alte umbringen? Als Reporter reiste Eugen Sorg von der Schweiz aus in Bürgerkriegs- und Krisenregionen. Überall sah er Gewalt und erlebte, wie leicht und bereitwillig Scham und Gewissen außer Kraft gesetzt werden können. Sein Bericht ist eine unbequeme Antwort auf die Frage, warum ganz normale Menschen zu mitleidlosen Tätern werden”.

 

Raimund K. Drommel: Der Code des Bösen. Die spektakulären Fälle des Sprachprofilers, München: Heyne 2011. Aus der Verlagsanzeige (mit Leseprobe, wenn’s die noch braucht): “Raimund H. Drommel ist kein normaler Profiler, er ist der weltweit führende Sprachprofiler. Er klärt Verbrechen auf, indem er Schriftstücke und Sprachnachrichten auf sprachliche Besonderheiten untersucht und so den Urheber bestimmt. Denn unsere Sprache ist beinahe ebenso verräterisch wie ein Fingerabdruck: Jeder Mensch bedient sich einer Sprache, die ihm so auf den Leib geschrieben ist, dass er daran fast genauso sicher zu ermitteln ist wie an den Rillen seiner Finger. Nahezu täglich analysiert der Sprachkriminalist Erpresserschreiben, Drohbriefe, Tagebücher, Abschiedsbriefe und anonyme Anrufe für Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte, aber auch im Auftrag von Unternehmen oder Privatleuten. Von Mobbing und anonymen Verleumdungen über Erpressungen und Entführungen bis hin zu spektakulären Politaffären und Morden: Mit Raimund H. Drommel legt erstmals ein Sprachprofiler seine Methoden offen und zeigt, was ihre Sprache über die Täter verrät. Atemberaubend, abgründig – und wahr!”

Rezensentinnen? Sammelrezensentinnen?

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