Kategorien-Archiv: Literaturgeschichte

Literaturgeschichte des Romans (C&P)

Ich will in voraus gestehen, daß ich das Buch nicht gelesen habe; da mich aber die verehrliche Redaction d. Bl. drängt, meine lang verzögerte Anzeige endlich zu bewerkstelligen, so kann ich nicht umhin, es zu retensiren, ohne es gelesen zu haben. Wenn ich darin ein Versehen begehe, so wird es hoffentlich dadurch ausgeglichen, daß ich [...]

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“Eine vaterländische Gespenstergeschichte”

So bezeichnet Alexis’ seine kurze Erzählung “Die Erscheinung von Anclam” lediglich in der Erstveröffentlichung, 1828 im Berliner Conversations-Blatt, Nrn. 171-173. Im Novellenband von 1830 muß sie ohne diesen Untertitel auskommen. Und doch ist die Bezeichnung ganz plausibel, auch wenn sie sich nicht durchsetzen konnte. Dabei hatte Alexis in einer redaktionellen Anmerkung weitere Beispiele angekündigt, die [...]

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“Herr Dr. Häring ist so gut Jurist als ich”

Julius Eduard Hitzig war nicht unnötig zurückhaltend, wenn es galt, Kollegen ins rechte Licht zu setzen, auch bei Adolph Müllner ist das schon aufgefallen — und schon damals haben wir da nichts Ehrenrühriges entdecken können. Andererseits sollte man genau hinsehen, denn manches Mal steckt mehr hinter den Elogen als nur die Werbung für die gemeinsame [...]

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Wutbürger

Mittwoch, 27. April 2011, 20:00 acht Wutausbrüche – Doderer Paraphrasen Texte des begnadeten Cholerikers Heimito von Doderer, konfrontiert, kommentiert durch Musik von Scelsi, Carter, Mozart, Ives Es entstehen überraschende Zusammenhänge und Verbindungslinien. Für Zuhörer, Sprecher und Musiker eine Katharsis und ein großer Spaß. Philip Seidel- Rezitation Christian Mattick- Flöte Oliver Klenk- Klarinette Eintritt: 10 und 7 [...]

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Representing Justice

(Ausschnitt aus Ludwig Stutz (1865-1917): Frau Justitia als bayerische Pfarrersköchin. In: Kladderadatsch. — Jg. 59, Nr. 24. — S. 96. — 1906-06-18; vollständiges Bild; Quelle). A propos Representing Justice. Invention, Controversy, and Rights in City-States and Democratic Courtrooms. By Judith Resnik and Dennis E. Curtis. Yale University Press 2011. Verlagsanzeige (mit Links etc.): “By mapping [...]

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Origins, Bäume, Erkenntnis … (Sherlock Holmes)

Sir Arthur Conan Doyle’s The Adventure of the Empty House, adapted byVincent Goodwin, illustrated by Ben Dunn. (The Graphic Novel Adventures of Sherlock Holmes) Edina, Minn.: Magic Wagon, 2010. Ad usum delphini … die Erwachsenen-Fassung ist doch interessanter: “There are some trees, Watson, which grow to a certain height, and then suddenly develop some unsightly [...]

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Der Osten als Prinzip

Der Feuilletonleser mußte in den letzten Monaten stets darauf gefaßt sein, daß ihm das Wort ‘Russenmafia’ als filmischer Qualitätsindikator entgegengehalten wurde. Da trifft es sich gut, daß transcript eine Neuerscheinung hat: Gunther Gebhard, Oliver Geisler, Steffen Schröter (Hg.):  Das Prinzip »Osten«. Geschichte und Gegenwart eines symbolischen Raums. Bielefeld: transcript 2010. Verlagsanzeige. Das Einleitungskapitel der Hg. [...]

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László Moholy-Nagy

Berliner Stilleben (1931) (Man denkt selbstverständlich gleich daran, wie in Fritz Langs M (ebenfalls 1931) der Mörder für Ordnung bei den Kindern in den Hinterhöfen sorgt; s. z. B. Lutz Koepnick and Marc Silberman, “Rilke’s Rumblings and Lang’s Bang [with Response],” Monatshefte, Vol. 98, No. 2 (2006), pp. 198–218.) Zur Website der Moholy-Nagy-Ausstellung im Berliner Gropius Bau. (Die [...]

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Goethe über Strafrecht und Zähne (Recycling)

Die Straflosigkeit der niederträchtigsten Handlungen, besonders wenn sie ganz außer Maßen und Geschick sind, haben wir der Läßlichkeit unserer Kriminalisten zu danken, welche eigentlich nur berufen und angestellt zu sein scheinen, um Mord und Totschlag zu entschuldigen. Goethe hat den Untergang von Welten aus nächster Nähe beobachten können. Er weiß selbstverständlich, daß das Kriminalrecht weder [...]

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Gentechnologie & Literatur

Monika Raml: Der “homo artificialis” als künstlerischer Schöpfer und künstliches Geschöpf. Gentechnologie in Literatur und Leben. Würzburg: Königshausen & Neumann 2009. Verlagsanzeige: “Gentechnologie und Literatur arbeiten beide an der Verwirklichung des ‚homo artificialis’: Die Literatur als Gestalterin virtueller Figuren unseres kulturellen Gedächtnisses, die Gentechnologie mit Visionen von reproduktiver Klonierung. Der Mensch macht sich zum Schöpfer [...]

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