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	<title>Kommentare für NuT</title>
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	<description>Verbrechen -- Justiz -- Medien</description>
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		<title>Kommentar zu Lesen im ‘Dritten Reich’ von JL</title>
		<link>http://web23.cletus.kundenserver42.de/2010/08/20/lesen-im-dritten-reich/#comment-8201</link>
		<dc:creator>JL</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 08:56:48 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr geehrter Herr H&#246;rner, 

wenn wir schon &#252;ber begrenzte Aufnahmekapazit&#228;ten reden, dann m&#252;ssen Sie mir auch Zweifel daran erlauben, da&#223; in einer einzigen Studie &quot;ALLES&quot; neu sein soll -- das w&#228;re in der Tat das erste Mal. Und just die Feststellung in der Verlagsanzeige, da&#223; Autorinnen und Autoren an Erfolge, die sie w&#228;hrend der Zeit des &#039;Dritten Reiches&#039; hatten, in der Nachkriegszeit ankn&#252;pfen konnten, bringt mir nichts neues. Vgl. nur meinen Hinweis auf Johanna Haarers M&#252;tter-Ratgeber und die Studie von Sigrid Chamberlain auf diesem &lt;a href=&quot;http://web23.cletus.kundenserver42.de/2007/09/12/muetterliche-kontinuitaet/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Blog&lt;/a&gt;. Das findet man auch h&#228;ufig im Bereich der Kriminalliteratur -- und dazu gibt es auch eine Reihe von Studien. 

Aber Sie haben, was Ihren Bildungswunsch angeht, selbstverst&#228;ndlich recht. 

In diese Sinne: Ihr Joachim Linder</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr H&#246;rner, </p>
<p>wenn wir schon &#252;ber begrenzte Aufnahmekapazit&#228;ten reden, dann m&#252;ssen Sie mir auch Zweifel daran erlauben, da&#223; in einer einzigen Studie &#8220;ALLES&#8221; neu sein soll &#8212; das w&#228;re in der Tat das erste Mal. Und just die Feststellung in der Verlagsanzeige, da&#223; Autorinnen und Autoren an Erfolge, die sie w&#228;hrend der Zeit des &#8216;Dritten Reiches&#8217; hatten, in der Nachkriegszeit ankn&#252;pfen konnten, bringt mir nichts neues. Vgl. nur meinen Hinweis auf Johanna Haarers M&#252;tter-Ratgeber und die Studie von Sigrid Chamberlain auf diesem <a href="http://web23.cletus.kundenserver42.de/2007/09/12/muetterliche-kontinuitaet/" target="_blank">Blog</a>. Das findet man auch h&#228;ufig im Bereich der Kriminalliteratur &#8212; und dazu gibt es auch eine Reihe von Studien. </p>
<p>Aber Sie haben, was Ihren Bildungswunsch angeht, selbstverst&#228;ndlich recht. </p>
<p>In diese Sinne: Ihr Joachim Linder</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Lesen im ‘Dritten Reich’ von wolfgang Hörner</title>
		<link>http://web23.cletus.kundenserver42.de/2010/08/20/lesen-im-dritten-reich/#comment-8200</link>
		<dc:creator>wolfgang Hörner</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 07:55:46 +0000</pubDate>
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		<description>Herr Linder scheint wohl begrenzte geistige Aufnahmekapazit&#228;ten zu haben, wenn er den Neuigkeitswert des Buches aus dem Verlagstext nicht herauslesen kann (auch f&#252;r Herrn Linders begrenzte Kapazit&#228;t kann der Autor nichts). Da steht n&#228;mlich, dass dies die erste und einzige Studie zu dem Thema ist, d.h. ALLES ist neu ... 
Aber dass er sich daf&#252;r interessiert, ehrt ihn und gibt Anlass zur Hoffnung.
M&#246;ge die Lekt&#252;re ihn bilden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Linder scheint wohl begrenzte geistige Aufnahmekapazit&#228;ten zu haben, wenn er den Neuigkeitswert des Buches aus dem Verlagstext nicht herauslesen kann (auch f&#252;r Herrn Linders begrenzte Kapazit&#228;t kann der Autor nichts). Da steht n&#228;mlich, dass dies die erste und einzige Studie zu dem Thema ist, d.h. ALLES ist neu &#8230;<br />
Aber dass er sich daf&#252;r interessiert, ehrt ihn und gibt Anlass zur Hoffnung.<br />
M&#246;ge die Lekt&#252;re ihn bilden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Happy Birthday! von JL</title>
		<link>http://web23.cletus.kundenserver42.de/2010/05/29/happy-birthday/#comment-8100</link>
		<dc:creator>JL</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 May 2010 09:38:21 +0000</pubDate>
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		<description>Kennen Sie dann auch die Mondrian-Versionen: http://pbfb.ca/pac-mondrian/

Mit Sonntagsgr&#252;&#223;en: JL</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kennen Sie dann auch die Mondrian-Versionen: <a href="http://pbfb.ca/pac-mondrian/" rel="nofollow"></a><a href='http://pbfb.ca/pac-mondrian/'>http://pbfb.ca/pac-mondrian/</a></p>
<p>Mit Sonntagsgr&#252;&#223;en: JL</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Happy Birthday! von Stefan Höltgen</title>
		<link>http://web23.cletus.kundenserver42.de/2010/05/29/happy-birthday/#comment-8098</link>
		<dc:creator>Stefan Höltgen</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 May 2010 09:12:59 +0000</pubDate>
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		<description>Sch&#246;n, ihn auch hier erw&#228;hnt zu finden. Nachdem er ja wohl doch eine bewegte (Familien)Geschichte (insb. mit &quot;Ms. Pacman&quot;)  hinter sich hat, hat er sich die Feierlichkeiten redlich verdient. :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sch&#246;n, ihn auch hier erw&#228;hnt zu finden. Nachdem er ja wohl doch eine bewegte (Familien)Geschichte (insb. mit &#8220;Ms. Pacman&#8221;)  hinter sich hat, hat er sich die Feierlichkeiten redlich verdient. :-)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu A Companion to Crime Fiction (Forschung) von Mordgeschichte: Rundgang (Forschung)</title>
		<link>http://web23.cletus.kundenserver42.de/2010/02/26/a-companion-to-crime-fiction-forschung/#comment-8090</link>
		<dc:creator>Mordgeschichte: Rundgang (Forschung)</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 May 2010 10:06:49 +0000</pubDate>
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		<description>[...] ein Companion, hier Verlagsanzeige / Inhalt: &#8220;Notes on contributors; 1. Introduction Catherine Ross [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] ein Companion, hier Verlagsanzeige / Inhalt: &#8220;Notes on contributors; 1. Introduction Catherine Ross [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Krim.Ini von Christian</title>
		<link>http://web23.cletus.kundenserver42.de/2010/04/28/krim-ini/#comment-8085</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 May 2010 19:30:59 +0000</pubDate>
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		<description>Herzlichen Dank f&#252;r den Hinweis. Der Link ist repariert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herzlichen Dank f&#252;r den Hinweis. Der Link ist repariert.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu &#8220;Die vaterl&#228;ndischen Ohrfeigen&#8221; (Willibald Alexis, 1832) von Tweets die “Die vaterländischen Ohrfeigen” (Willibald Alexis, 1832) erwähnt -- Topsy.com</title>
		<link>http://web23.cletus.kundenserver42.de/2010/04/21/die-vaterlaendischen-ohrfeigen-willibald-alexis-1832/#comment-8082</link>
		<dc:creator>Tweets die “Die vaterländischen Ohrfeigen” (Willibald Alexis, 1832) erwähnt -- Topsy.com</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 13:48:04 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von erziehung erw&#228;hnt. erziehung sagte: “Die vaterl&#228;ndischen Ohrfeigen” (Willibald Alexis, 1832): Der Mi&#223;erfolg scheint ihm nicht unerwartet zu kommen, de... http://bit.ly/bYhEeO [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von erziehung erw&#228;hnt. erziehung sagte: “Die vaterl&#228;ndischen Ohrfeigen” (Willibald Alexis, 1832): Der Mi&#223;erfolg scheint ihm nicht unerwartet zu kommen, de&#8230; <a href="http://bit.ly/bYhEeO" rel="nofollow"></a><a href='http://bit.ly/bYhEeO'>http://bit.ly/bYhEeO</a> [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Vermessen &amp; identifizieren von Project Bertillon &#124; Criminologia</title>
		<link>http://web23.cletus.kundenserver42.de/2010/04/14/vermessen-identifizieren/#comment-8071</link>
		<dc:creator>Project Bertillon &#124; Criminologia</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 12:12:00 +0000</pubDate>
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		<description>[...] NuT) AKPC_IDS += &quot;3613,&quot;;   Artikel [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] NuT) AKPC_IDS += &quot;3613,&quot;;   Artikel [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Andreas Bichel, der M&#228;dchenschl&#228;chter von Andreas Bichel, der Mädchenschlächter (II)</title>
		<link>http://web23.cletus.kundenserver42.de/2006/02/26/andreas-bichel-der-maedchenschlaechter/#comment-8070</link>
		<dc:creator>Andreas Bichel, der Mädchenschlächter (II)</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 04:42:52 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Justiz &#8212; Medien   Zu Inhalt springen ImpressumArchivTexteTagsWillibald-Alexis-Wiki       &#171; Andreas Bichel, der M&#228;dchenschl&#228;chter &#8220;Verbrechen oder Wahnsinn?&#8221; [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Justiz &#8212; Medien   Zu Inhalt springen ImpressumArchivTexteTagsWillibald-Alexis-Wiki       &laquo; Andreas Bichel, der M&#228;dchenschl&#228;chter &#8220;Verbrechen oder Wahnsinn?&#8221; [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Polizeidirektor Duncker von Dr. Heinz Warnecke</title>
		<link>http://web23.cletus.kundenserver42.de/2009/06/18/polizeiseelen/#comment-8062</link>
		<dc:creator>Dr. Heinz Warnecke</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 15:55:00 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber J.L.
Zun&#228;chst den vorliegenden Beitrag zum Fall D.
Fall eines Polizeidirektors

von Heinz Warnecke
 
in: Aufruf. F&#252;r demokratische Tradition 
und revolution&#228;ren Geist, 
Berlin, Jhg.13., M&#228;rz 2010, 
Hrg. Aktion 18. M&#228;rz,
V.i.S.P. Volker Schr&#246;der, 
Heimstr.22, 109 65 Berlin,
Seite 6. 

Am Fall des Berliner Polizeidirektor Friedrich Wilhelm August Duncker, geboren 1797, hatten die &#246;ffentliche Meinung und die Presse der preu&#223;ischen Hauptstadt Berlin erheblichen Anteil. Als Ende M&#228;rz 1848 das Amt des Geheimen Oberregierungsrates Mathis (1797-1874), des „K&#246;nigs der Zensur“, aufgehoben wurde, sollte sich nach &#246;ffentlicher Meinung diesem „h&#246;chst freudigen Ereignis“ das Ende der „exklusiven Stellung des Polizeidirektors Duncker“ anschlie&#223;en.    
 
Duncker war seit 1830 als erfolgreicher Direktor der Kriminalabteilung bekanntgeworden. Alle Spitzbuben Berlins f&#252;rchteten ihn. Sein Fall begann, als er Berliner oppositionell gesinnte Literaten verfolgte. Dr. Karl Gutzkow (1811-1878) sah Duncker im Kreis von Literaturfreunden „ganz gem&#252;tlich verkehren“, obwohl dieser im Juli 1834, aus diesem heraus Dr. Heinrich Laube (1806-1884), Journalist und Schriftsteller, verhaftete.  
Als Verantwortlicher f&#252;r den Schutz der k&#246;niglichen Familie f&#252;hrte Duncker geheime Auftr&#228;ge des K&#246;nigs aus. Hubertus Temme (1789-1881) ein alter Bekannter, notierte, er habe schon vor 1839 „manchen politischen Auftrag gehabt, die geheimsten, die delikatesten, die wichtigsten. Er sprach nie davon“.  &#214;ffentlich bekannt wurde Dunckers Anteil am Verlauf des Attentates des B&#252;rgermeisters Heinrich Ludwig Tschech (1789-1844) auf den preu&#223;ischen K&#246;nig Friedrich Wilhelm IV. durch das Spottlied: „fehlgeschlagen war die Rache, man brachte den M&#246;rder auf die Wache, weil Herr Duncker fr&#252;h vor Acht schon den Graurock hat beachtet; dass sein freches Angesicht stets auf den Eingang war gericht“. 
Dunckers Dienste f&#252;r den preu&#223;ischen K&#246;nig und Staat gipfelten 1846/47 darin, in Posen den Proze&#223; gegen 374 aufst&#228;ndische Polen vorzubereiten. Er leitete die zentrale, gemischt zusammengesetzte Untersuchungskommission, die in Verh&#246;ren Gest&#228;ndnisse erreichen sollte. Duncker entdeckte Ludwik von Mieroslawski (1814-1878), einen der Anf&#252;hrer der polnischen Aufstandsbewegung. Dieser erkl&#228;rte in der Presse, nicht durch Drohungen und Folter zum Gest&#228;ndnis gen&#246;tigt worden zu sein.
Doch der Fall Dunckers begann mit Pressever&#246;ffentlichungen &#252;ber ihn und seine Beamten, „die als Verh&#246;rrichter nicht blo&#223; durch Drohungen, L&#252;gen, Martern usw. Gest&#228;ndnisse erpre&#223;ten, sondern falsche Protokolle aufnahmen, die Unterschrift der Verhafteten mit List oder Gewalt erzwangen, den Angeklagten im Namen von deren Frauen, Kindern und Anverwandten Briefe schrieben, um irgend ein verf&#228;ngliches Wort aus ihnen herauszulocken und dgl. mehr“.  Polizeidirektor Duncker wurde &#246;ffentlich als „Krone preu&#223;ischer Schmach und Niedertr&#228;chtigkeit“ charakterisiert und man verlangte, ihn zu entlassen.   Bei Prozessbeginn im August 1847 wurden die erzwungenen Verh&#246;rergebnisse von allen Angeklagten widerrufen. 
1849 setzte sich der preu&#223;ische K&#246;nig Friedrich Wilhelm IV., ungeachtet der Enth&#252;llungen, f&#252;r Dunckers Wiedereinstellung in den Polizeidienst ein:  „Warum seine T&#252;chtigkeit andern g&#246;nnen?“, er sei unersetzlich, auch deshalb, weil er manche wichtigen Dienstgeheimnisse in fremden Dienst hin&#252;ber br&#228;chte“. 
Der amtierende Polizeipr&#228;sident Karl Ludwig von Hinkeldey (1805-1856) widersprach ihm. In der &#214;ffentlichkeit sei Dunckr „durch seine Handlungsweise in dem bekannten Polenproze&#223; unm&#246;glich geworden“ Die Wiedereinstellung w&#252;rde “mit der Meinung des gebildeten und zu beachtenden Teils des Publikums in den sch&#228;rfsten Widerspruch treten“.  
Die von Duncker erhoffte Wiedereinstellung in den Polizeidienst unterblieb also wegen der vorherrschenden &#246;ffentlichen Meinung.

Auch heute sind die demokratisch orientierte &#246;ffentliche Meinung und Presse nicht selten einflussreich, wahr und m&#228;chtig. Denn es gilt, „was das lesende Publikum denkt, glaubt und w&#252;nscht, verwandelt sich in einer gewissen Zeit in Saft und Leben des Volkes und vollendet wie das Blut seinen Kreislauf durch den ganzen Organismus. In diesem Kreislauf bringt die Presse die &#246;ffentliche Meinung hervor und „erzeugt die &#246;ffentliche Meinung die Presse. Beides ist gleich wahr“. 

Ostern fiel mir eine bemerkenswerte Notiz von Ad. Glasbrenner &#252;ber Duncker auf. Die rste Ver&#246;ffentlichung erfolgte in der Schrift &quot;Die Berliner Gartenausstellung, Genrebild, Leipzig 1844&quot;. G. war ein entschiedener Feind des &quot;Paradies des Polizeistaates&quot; und konnte sich, bei seinem Antrag in Frankfurt Abgeordneter zu werden, auf seine bisherige Br&#252;derschaft mit dem Volke berufen, &quot;als noch die besternten und buntgefleckten Polizeiknechte der Tyrannei alle Gesetze gegen uns hatten&quot;.
Aus der Besuchergruppe &#228;u&#223;erte sich Weinh&#228;ndler Manscher &#252;ber die Pr&#252;fung  der &quot;ausjezeichneten Chatullen von Schlossermeister Zoller&quot;: &quot;&#220;brigens h&#228;tten die Herren Zoller und Arnheim die Vortrefflichkeit ihrer Schl&#246;sser viel besser bewiesen, wenn  Sie meinetwejen Hundert Louisd´or  in die Kasten gelegt, diese verschlossen un in´s Intellijenz-Baltt jesetzt h&#228;tten:
&quot;Anzeige f&#252;r Spitzbuben. Den geehrten, r&#252;hmlichst bekannten Spitzbuben Berlins diene hiermit zur Nachricht, da&#223; sich in unseren auf der Gewerbe-Ausstellung befindlichen verschlossenen Schatullen 500 Thlr. in Gold liegen. Wer selbige herausnimmt, dem geh&#246;ren sie. Mit aller Hochachtung ergebenst usw.&quot;
Hofrath O. : Das w&#252;rde meiner Idee nach nich jejangen sein, weil sich Herr Polizeirath Duncker sonst in der N&#228;he dieser Jeldkassen befunden haben w&#252;rde.
Weinh. Manscher (O. verwundert anschauend) I is nich m&#246;lgich!...
zitiert nach Ad. Brennglas, Humor im Berliner Volksleben, Berlin o.J. (1900), S.69/70. 
Ich hoffe bis zur Jahresmitte den Sterbetag und Beisetzungsplatz Dunckers in Berlin herauszubekommen. Herzliche Gr&#252;&#223;e und gute W&#252;sche H.W.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber J.L.<br />
Zun&#228;chst den vorliegenden Beitrag zum Fall D.<br />
Fall eines Polizeidirektors</p>
<p>von Heinz Warnecke</p>
<p>in: Aufruf. F&#252;r demokratische Tradition<br />
und revolution&#228;ren Geist,<br />
Berlin, Jhg.13., M&#228;rz 2010,<br />
Hrg. Aktion 18. M&#228;rz,<br />
V.i.S.P. Volker Schr&#246;der,<br />
Heimstr.22, 109 65 Berlin,<br />
Seite 6. </p>
<p>Am Fall des Berliner Polizeidirektor Friedrich Wilhelm August Duncker, geboren 1797, hatten die &#246;ffentliche Meinung und die Presse der preu&#223;ischen Hauptstadt Berlin erheblichen Anteil. Als Ende M&#228;rz 1848 das Amt des Geheimen Oberregierungsrates Mathis (1797-1874), des „K&#246;nigs der Zensur“, aufgehoben wurde, sollte sich nach &#246;ffentlicher Meinung diesem „h&#246;chst freudigen Ereignis“ das Ende der „exklusiven Stellung des Polizeidirektors Duncker“ anschlie&#223;en.    </p>
<p>Duncker war seit 1830 als erfolgreicher Direktor der Kriminalabteilung bekanntgeworden. Alle Spitzbuben Berlins f&#252;rchteten ihn. Sein Fall begann, als er Berliner oppositionell gesinnte Literaten verfolgte. Dr. Karl Gutzkow (1811-1878) sah Duncker im Kreis von Literaturfreunden „ganz gem&#252;tlich verkehren“, obwohl dieser im Juli 1834, aus diesem heraus Dr. Heinrich Laube (1806-1884), Journalist und Schriftsteller, verhaftete.<br />
Als Verantwortlicher f&#252;r den Schutz der k&#246;niglichen Familie f&#252;hrte Duncker geheime Auftr&#228;ge des K&#246;nigs aus. Hubertus Temme (1789-1881) ein alter Bekannter, notierte, er habe schon vor 1839 „manchen politischen Auftrag gehabt, die geheimsten, die delikatesten, die wichtigsten. Er sprach nie davon“.  &#214;ffentlich bekannt wurde Dunckers Anteil am Verlauf des Attentates des B&#252;rgermeisters Heinrich Ludwig Tschech (1789-1844) auf den preu&#223;ischen K&#246;nig Friedrich Wilhelm IV. durch das Spottlied: „fehlgeschlagen war die Rache, man brachte den M&#246;rder auf die Wache, weil Herr Duncker fr&#252;h vor Acht schon den Graurock hat beachtet; dass sein freches Angesicht stets auf den Eingang war gericht“.<br />
Dunckers Dienste f&#252;r den preu&#223;ischen K&#246;nig und Staat gipfelten 1846/47 darin, in Posen den Proze&#223; gegen 374 aufst&#228;ndische Polen vorzubereiten. Er leitete die zentrale, gemischt zusammengesetzte Untersuchungskommission, die in Verh&#246;ren Gest&#228;ndnisse erreichen sollte. Duncker entdeckte Ludwik von Mieroslawski (1814-1878), einen der Anf&#252;hrer der polnischen Aufstandsbewegung. Dieser erkl&#228;rte in der Presse, nicht durch Drohungen und Folter zum Gest&#228;ndnis gen&#246;tigt worden zu sein.<br />
Doch der Fall Dunckers begann mit Pressever&#246;ffentlichungen &#252;ber ihn und seine Beamten, „die als Verh&#246;rrichter nicht blo&#223; durch Drohungen, L&#252;gen, Martern usw. Gest&#228;ndnisse erpre&#223;ten, sondern falsche Protokolle aufnahmen, die Unterschrift der Verhafteten mit List oder Gewalt erzwangen, den Angeklagten im Namen von deren Frauen, Kindern und Anverwandten Briefe schrieben, um irgend ein verf&#228;ngliches Wort aus ihnen herauszulocken und dgl. mehr“.  Polizeidirektor Duncker wurde &#246;ffentlich als „Krone preu&#223;ischer Schmach und Niedertr&#228;chtigkeit“ charakterisiert und man verlangte, ihn zu entlassen.   Bei Prozessbeginn im August 1847 wurden die erzwungenen Verh&#246;rergebnisse von allen Angeklagten widerrufen.<br />
1849 setzte sich der preu&#223;ische K&#246;nig Friedrich Wilhelm IV., ungeachtet der Enth&#252;llungen, f&#252;r Dunckers Wiedereinstellung in den Polizeidienst ein:  „Warum seine T&#252;chtigkeit andern g&#246;nnen?“, er sei unersetzlich, auch deshalb, weil er manche wichtigen Dienstgeheimnisse in fremden Dienst hin&#252;ber br&#228;chte“.<br />
Der amtierende Polizeipr&#228;sident Karl Ludwig von Hinkeldey (1805-1856) widersprach ihm. In der &#214;ffentlichkeit sei Dunckr „durch seine Handlungsweise in dem bekannten Polenproze&#223; unm&#246;glich geworden“ Die Wiedereinstellung w&#252;rde “mit der Meinung des gebildeten und zu beachtenden Teils des Publikums in den sch&#228;rfsten Widerspruch treten“.<br />
Die von Duncker erhoffte Wiedereinstellung in den Polizeidienst unterblieb also wegen der vorherrschenden &#246;ffentlichen Meinung.</p>
<p>Auch heute sind die demokratisch orientierte &#246;ffentliche Meinung und Presse nicht selten einflussreich, wahr und m&#228;chtig. Denn es gilt, „was das lesende Publikum denkt, glaubt und w&#252;nscht, verwandelt sich in einer gewissen Zeit in Saft und Leben des Volkes und vollendet wie das Blut seinen Kreislauf durch den ganzen Organismus. In diesem Kreislauf bringt die Presse die &#246;ffentliche Meinung hervor und „erzeugt die &#246;ffentliche Meinung die Presse. Beides ist gleich wahr“. </p>
<p>Ostern fiel mir eine bemerkenswerte Notiz von Ad. Glasbrenner &#252;ber Duncker auf. Die rste Ver&#246;ffentlichung erfolgte in der Schrift &#8220;Die Berliner Gartenausstellung, Genrebild, Leipzig 1844&#8243;. G. war ein entschiedener Feind des &#8220;Paradies des Polizeistaates&#8221; und konnte sich, bei seinem Antrag in Frankfurt Abgeordneter zu werden, auf seine bisherige Br&#252;derschaft mit dem Volke berufen, &#8220;als noch die besternten und buntgefleckten Polizeiknechte der Tyrannei alle Gesetze gegen uns hatten&#8221;.<br />
Aus der Besuchergruppe &#228;u&#223;erte sich Weinh&#228;ndler Manscher &#252;ber die Pr&#252;fung  der &#8220;ausjezeichneten Chatullen von Schlossermeister Zoller&#8221;: &#8220;&#220;brigens h&#228;tten die Herren Zoller und Arnheim die Vortrefflichkeit ihrer Schl&#246;sser viel besser bewiesen, wenn  Sie meinetwejen Hundert Louisd´or  in die Kasten gelegt, diese verschlossen un in´s Intellijenz-Baltt jesetzt h&#228;tten:<br />
&#8220;Anzeige f&#252;r Spitzbuben. Den geehrten, r&#252;hmlichst bekannten Spitzbuben Berlins diene hiermit zur Nachricht, da&#223; sich in unseren auf der Gewerbe-Ausstellung befindlichen verschlossenen Schatullen 500 Thlr. in Gold liegen. Wer selbige herausnimmt, dem geh&#246;ren sie. Mit aller Hochachtung ergebenst usw.&#8221;<br />
Hofrath O. : Das w&#252;rde meiner Idee nach nich jejangen sein, weil sich Herr Polizeirath Duncker sonst in der N&#228;he dieser Jeldkassen befunden haben w&#252;rde.<br />
Weinh. Manscher (O. verwundert anschauend) I is nich m&#246;lgich!&#8230;<br />
zitiert nach Ad. Brennglas, Humor im Berliner Volksleben, Berlin o.J. (1900), S.69/70.<br />
Ich hoffe bis zur Jahresmitte den Sterbetag und Beisetzungsplatz Dunckers in Berlin herauszubekommen. Herzliche Gr&#252;&#223;e und gute W&#252;sche H.W.</p>
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