Tag-Archiv: Hitzig

“Herr Dr. Häring ist so gut Jurist als ich”

Julius Eduard Hitzig war nicht unnötig zurückhaltend, wenn es galt, Kollegen ins rechte Licht zu setzen, auch bei Adolph Müllner ist das schon aufgefallen — und schon damals haben wir da nichts Ehrenrühriges entdecken können. Andererseits sollte man genau hinsehen, denn manches Mal steckt mehr hinter den Elogen als nur die Werbung für die gemeinsame [...]

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Hitzigiana

Frau Busch von der Berliner Humboldt Uni hat einen Julius-Eduard-Hitzig-Blog gegründet, der ihre Diss. zu “Hitzig und Berlin. Kulturelle Organisation und künstlerische Gestaltung von Literatur- und Wissenschaftsnetzwerken” interaktiv ergänzen und die “Briefedition Julius Eduard Hitzig” begleiten soll. Bislang gibt’s erst einen Eintrag — aber das wird noch werden (wünsche ich mir als Alexianer).

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Das Gefäß des Herrn

Zehn Jahre sind’s heut, da hast Du holdes Weib, Dich mir zum vollen Eigenthum gegeben Und heiße Liebesfrucht, sechs neue Leben Erschuf ich Deinem wundersüßen Leib. Wie kannst du nun, du bleicher starrer Leib dem ich geschenkt so vieles frisches Leben Am Hochzeitstag den Tod dem Gatten geben Der nichts so liebte als sein treues [...]

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Müllneriana: Intertextuelles

Es ist zum wahnsinnig werden: Müllner lobt Goethe für dessen Byron-Rezension und übernimmt Byrons Schluß in den Kaliber (für den er aber auch den Werther aktiviert). Feuerbach veröffentlicht den Fall Riembauer in Hitzigs Annalen, was Müllner in den Mitternachtsblättern getreulich registriert. Dies wiederum teilt brieflich Feuerbach seinem Sohn Anselm mit und setzt hinzu, daß der [...]

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Müllneriana: Kaliber-Kritik & Strafverfahren

Julius Eduard Hitzig kritisiert in der Zeitschrift für die Criminal-Rechts-Pflege in den Preussischen Staaten Müllners Kaliber (Fortsetzungsausgabe im Mitternachtsblatt 1828) für die Kritik am Inquisitionsverfahren und die damit verbundene Stellungnahme für die öffentliche und mündliche Hauptverhandlung vor einem Geschworenengericht: Schließlich sei Müllner selbst ein erfahrener Strafjurist und müsse es besser wissen. Das veranlaßt Müllner zu [...]

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Zerlachen der Justiz (Kleist)

“Piachi hatte gerade tags zuvor die unglückliche Elvire begraben, die an den Folgen eines hitzigen Fiebers, das ihr jener Vorfall zugezogen hatte, gestorben war. Durch diesen doppelten Schmerz gereizt, ging er, das Dekret in der Tasche, in das Haus, und stark, wie die Wut ihn machte, warf er den von Natur schwächeren Nicolo nieder und [...]

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Nu wird’s aber wirklich schrullig

“Im Prinzip, und darauf war keine bisherige Gesellschaft so angewiesen, wie es die heutige Informationsgesellschaft ist, im Prinzip ist die rechtliche Differenz zwischen den beiden Herangehensweisen einfach genug. Das Urheberrecht schützt nicht empirische Tatsachen, und es schützt auch nicht die neutrale Beschreibung solcher Tatsachen. Für Kriminalfälle bedeutet dies, kein Polizeibericht, keine Dokumentation kann beanspruchen, geistiges [...]

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Der neue Pitaval (1842-1890, 60 Bde.)

wird bei Google digitalisiert. Bislang habe ich die folgenden Bände gefunden: 1. Theil, 1842 1. Theil, 1842/2. Theil, 1842 (Zweitauflage von 1857); 4. Theil, 1843; 9. Theil/10. Theil, 1846; 11. Theil, 1847; 13. Theil (=N.F. 1), 1848; 15. Theil (= N. F. 3), 1850; 17. Theil/18. Theil  (= N. F. 5/6), 2. Aufl. 1860; 19. [...]

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Literatur und Schwurgericht (A. Döblin)

“Der erste Staatsanwalt bat nun die Geschworenen auf ihren Bänken, bei der Link die Schuldfrage auf Mord, bei der Bende die auf versuchten Mord und Beihilfe zum Mord zu bejahen. Aus der langen Dauer der Tötung wie aus dem Briefwechsel gehe klar hervor, daß die Link mit voller Überlegung gehandelt habe. Gegen die Annahme mildernder [...]

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Notizen zu Kühnapfel

Wie kommt ein Kriminalfall in den Neuen Pitaval (oder in eine andere Fallsammlung des 19. Jahrhunderts, beispielsweise Wilhelm Ludwig Demmes Das Buch der Verbrechen ) — und wie sieht er aus, der Fall, wenn er zur ‘Pitavalgeschichte’ geworden ist? Rudolph Kühnapfel verschaffte sich am Abend des 3. Januar 1841 Zugang zum Bischofspalais in Frauenburg/Ermland (s. [...]

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