Tag-Archiv: Müllner

Law and Literature (Vormärz)

Forum Vormärz Forschung. Jahrbuch 2009, 15. Jahrgang: Literatur und Recht im Vormärz. Herausgegeben von Claude D. Conter. Bielefeld: Aisthesis 2010. Verlagsanzeige: “Schwerpunktthema des Jahrbuches 2009 des Forum Vormärz Forschung ist das Verhältnis von Literatur und Recht im Vormärz, ein seit den Anfängen der Vormärzforschung zentraler und kontinuierlich bearbeiteter Problemaufriss mit hoher Relevanz für das Verständnis [...]

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Müllneriana: der Dicherjurist als Blogger

(Jetzt seh’ ich grad, daß ich in meinem Text immer Mitternachtsblatt schreibe … Die Fugen-S-Tilgung war eigentlich Jean Pauls Sache.) Das Mitternachtblatt erschien von 1826 bis 1829, 3 mal wöchentlich mit vier Seiten im Groß-Oktav-Format. Inhalt: gelegentlich Fortsetzungserzählungen (von Müllner selbst wohl nur Der Kaliber, sonst hab’ ich Raupach gesehen, Rellstab, Laurids Kruse (aber nicht [...]

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Müllneriana (for “any devoted English Lit major”)

Those familiar with Byatt’s previous works such as Angels and Insects and Possession, each like The Children’s Book set in Victorian/Edwardian England, know to expect acts of incest in her tales. Even with that expectation and clues scattered like used condoms along the plot’s path, its confirmation midway through The Children’s Book is disconcerting, for [...]

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Müllneriana: letzte Sätze

aus kanonisierten und nicht-so-kanonisierten Texten der deutschen Kriminalliteratur (schnell und zufällig zusammengesucht): 1776: “Hortensia ward schwermüthig, und Renatchen soll nach der Zeit die Religion verändert haben, und in ein Kloster gegangen sein” (Lenz). 1786: “‘Ich bin der Sonnenwirt’” (Schiller). 1810: “Vom Kohlhaas aber haben noch im vergangenen Jahrhundert, im Mecklenburgischen, einige frohe und rüstige Nachkommen [...]

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Müllneriana: Robert Crumbs Brudermord

- – Robert Crumb’s Book of Genesis. Random House  2009. Die Illustration stammt aus der Bildstrecke des Guardian. Interviews mit Robert Crumb gibt’s z. B. bei der Süddeutschen und bei Vanity Fair.

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Müllneriana: Kaliber-Thesen

Poes erster Dupin-Erählung (1841) kommt im Konstrukt der transnationalen Genregeschichte die Funktion der Gründungsmythe zu: Indem sie die Rolle des Täters mit dem Orang Utan besetzt, distanziert sie sich von den zeitgenössischen Verständigungsformaten, in denen die Verbrecherfigur das erzählerische Zentrum besetzt. Der Verbrecher wird bei Poe nur noch durch die Zeugenaussagen vermittelt, die sich allesamt [...]

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Müllneriana: Intertextuelles

Es ist zum wahnsinnig werden: Müllner lobt Goethe für dessen Byron-Rezension und übernimmt Byrons Schluß in den Kaliber (für den er aber auch den Werther aktiviert). Feuerbach veröffentlicht den Fall Riembauer in Hitzigs Annalen, was Müllner in den Mitternachtsblättern getreulich registriert. Dies wiederum teilt brieflich Feuerbach seinem Sohn Anselm mit und setzt hinzu, daß der [...]

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Müllneriana: Der Fall Pflocksch, 1809, 1826

Julius Eduard Hitzig war bekanntlich freigiebig mit Komplimenten. Das hat ihm — völlig zu Unrecht — den Ruf einer Betriebsnudel im Literatursystem der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eingebracht und den Vorwurf, daß er stets nur den eigenen Vorteil im Blick habe.1 Hitzig also spricht davon, daß er das fünfte Heft seiner Zeitschrift für die [...]

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Müllneriana: Bürgers Gutachten

… man könnte auch, wäre der Titel nicht schon anderweitig belegt, von der Bürgerrezension sprechen, zu deren Objekt sich Müllner als (Fast-noch-)Pennäler dadurch machte, daß er seinem Onkel ein paar Gedicht- und Übersetzungsproben zusandte, die dieser in einer ausführlichen Antwort würdigte. Der Briefwechsel wurde 1833 von einem (mir) unbekannten Herausgeber veröffentlicht, der sich allem Anschein [...]

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Müllneriana: Recht und Literatur

Adolph Müllner trat 1799 nach absolviertem Jurastudium als ‘Gehilfe’ in eine Advokaten-Kanzlei in Weißenfels ein und machte sich in der Folgezeit selbständig. Nach den ersten materiellen Erfolgen mit seinen Theaterstücken (die er zuerst für die Weißenfelser Liebhaberbühne verfaßt hatte) gab er seine Kanzlei 1815 auf, obwohl sie ihm, wie mindestens Schütz (1830) berichtet, “sehr einträglich” [...]

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