Tag-Archiv: Verhör

“Polizei: Job, Beruf oder Profession?”

Eben erreicht mich das Programm der Tagung “Polizei: Job, Beruf oder Profession?”, die vom Arbeitskreis empirische Polizeiforschung veranstaltet wird. Ort und Zeit: Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg, Oranienburg, 1. bis 3. Juli 2010. Ich will jetzt nicht das ganze Programm kopieren, sondern lediglich auf die Vorträge der Sektion “Polizei in den Medien” aufmerksam  machen [...]

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Forschung: Verhör

Unter dem Titel “Der Vernehmungsbeamte als Freund und Helfer” bespricht Ulrike Meyer (vom MPIER) Jo Reichertz / Manfred Schneider (Hg.): Sozialgeschichte des Geständnisses. Zum Wandel der Geständniskultur. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2007. IASL online, ‘Kriminalität und Medien‘. (Das vollständige Inhaltsverzeichnis des besprochenen Bandes ist abrufbar unter URL: http://www.springerlink.com/content/wu4045/.)

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Kinderseelen

(Korrekturfassung) “Das Verbrechen ist unbegrenzt. Das heißt: Handlungen, die die Möglichkeit in sich tragen, als Verbrechen betrachtet zu werden, sind wie eine unbegrenzte natürlich Ressource. Wir können ihr wenig in Form von Verbrechen entnehmen — oder viel” (Niels Christie: Wieviel Kriminalität braucht die Gesellschaft. [2004] München: Beck 2005, S. 24). “Überhaupt — wenn man wüßte, [...]

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Verhör und Geständnis

Jo Reichertz und Manfred Schneider (Hrsg.): Sozialgeschichte des Geständnisses. Zum Wandel der  Geständniskultur. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2007. Aus der Verlagsanzeige: “Der Band zeichnet die Sozialgeschichte des Geständnisses nach. Ausgegangen wird von der These, dass sich ein Geständnis nicht aus selbstverständlichen Gründen herleiten lässt, sondern auf komplexen Voraussetzungen beruht. Auf Seiten des einer Straftat [...]

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Kriminalkommissar Eyck. Der Film (1939/40)

“Ich kann doch Gorgas nicht ohne jeden Grund festnehmen” (Herbert Wilk als Kriminalkommissar Brandner; diese und alle folgenden Abbildungen aus dem Film stammen von der Video-Kopie der Murnau-Stiftung). Kriminalkommissar Eyck, 1939/40, Regie: Milo Harbich, Buch: Christian Hallig und Walter Maisch.1 Maisch war Mitarbeiter bzw. Adjutant von Arthur Nebe, dem Chef der deutschen Kriminalpolizei im Reichssicherheitshauptamt [...]

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Die Gesetze des True Crime (Kalteis)

Kalteis gesteht im letzten Kapitel,1 in dem das fiktive Protokoll seiner Vernehmung durch den Staatsanwalt abgeschlossen wird. Das Geständnis wird durch den Vernehmenden ‘getriggert’: Er konfrontiert Kalteis zunächst mit Photographien, die Kathie zeigen, dann mit Zeitungsausschnitten, die vom Mord berichten, schließlich mit der mumifizierten Vulva, die Kalteis dem Opfer herausgeschnitten hatte. Das Opfer und die [...]

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Zerlachen der Justiz (Kleist)

“Piachi hatte gerade tags zuvor die unglückliche Elvire begraben, die an den Folgen eines hitzigen Fiebers, das ihr jener Vorfall zugezogen hatte, gestorben war. Durch diesen doppelten Schmerz gereizt, ging er, das Dekret in der Tasche, in das Haus, und stark, wie die Wut ihn machte, warf er den von Natur schwächeren Nicolo nieder und [...]

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Ich will sie kotzen sehen!

Die TAZ läßt nur noch die Verlinkung auf tagesaktuelle Beiträge zu, also zitiere ich die (für mich) wichtigsten Sätze aus Michael Rutschkys Kalteis-Rezension im TAZ-Mag vom 11./12.8. (die im übrigen den Plot dem “Genre der Moritat” zurechnet): “Weil es Schenkel keine Freude macht, sich und uns genau auszumalen, wie Josef Kalteis mittels rough trade zu, [...]

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Abundanz der Zeichen (Zwischenablage)

Mißlingende Polizeiarbeit bei Otto Soyka Otto Soykas Roman beginnt im Büro von Herrn Friedrich Gerold, der sich soeben im bescheidenen Ambiente als Privatdetektiv etabliert hat. Die früheren Versuche, sich als “Maler und Dichter [...] einen Namen zu erwerben”, hat er angesichts “sehr böser Urteile” aufgegeben (EH, S. 8). Seine detektivischen Kenntnisse bezieht er aus Romanen, [...]

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Vater Kohlhaas

“Der Roßhändler, nicht ohne Befremden, durch einen Häscher in das Gubernium abgeführt, erschien, den Heinrich und Leopold, seine beiden kleinen Knaben auf dem Arm; denn Sternbald, der Knecht, war tags zuvor mit seinen fünf Kindern aus dem Mecklenburgischen, wo sie sich aufgehalten hatten, bei ihm angekommen, und Gedanken mancherlei Art, die zu entwickeln zu weitläuftig [...]

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